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Ikenobō Ikebana BaselShōka · Jiyūka

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Über mich

Zuerst kam der Garten. Japan kam später.

Die erste Stunde

Am 29. Januar 2013, in Gebenstorf. Ich hatte im Internet über die verschiedenen Ikebanaschulen gelesen und mich am Ende für Ikenobō entschieden, weil sie am nächsten lag.

Am Telefon hatte meine Sensei gebeten, winterliche Blumen und Zweige mitzubringen. Ich brachte blaue Disteln und weisse Nerinen aus dem Blumengeschäft, dazu fein verästelte Kirschzweige, die ich tags zuvor an der Aare gefunden hatte. Ein Wintersturm hatte sie von den Wildkirschen am Ufer gerissen. Dass man für solche Gelegenheiten eine Ikebanaschere (jap. Hasami) dabeihaben sollte, wusste ich noch nicht.

Sie lobte die Auswahl, wollte aber, weil es noch Januar war, ein Shōchikubai für mich stellen: Kiefer, Bambus und Pflaume, mit denen man das neue Jahr willkommen heisst. Ich sah zu, wie sie drei Pflanzen von völlig verschiedenem Charakter zu einem Ganzen fügte. Dann war ich an der Reihe. Die weissen Nerinen setzte ich hoch, für mich waren sie der Schnee. Darunter ein Teppich aus Disteln, metallisch blau und eisig anmutend, eingefasst von Kirschzweigen in verschiedenen Längen und Winkeln, die vom nahenden Frühling künden.

Als ich das Arrangement zu Hause wieder aufbaute, war die Sache entschieden.

Woher der Blick kommt

Ich bin neben einem botanischen Garten aufgewachsen und habe dort viel Zeit verbracht. Meine Mutter und meine Grossmutter bestellten einen Familiengarten, in dem ich zusehen durfte, wie aus Samen Keimlinge werden, aus Keimlingen Blüten und aus Blüten wieder Samen. Die Faszination für diese Lebenskraft ist der Grund, warum ich Ikebana mache. Das Interesse an Japan kam erst danach.

Ausbildung

Seit 2013 lerne ich in erster Linie bei meiner Sensei Suzue Rother-Nakaya. Mit ihrem Empfehlungsschreiben konnte ich zusätzlich bei Miura Sensei am Hauptsitz in Kyōto Unterricht nehmen. Ich war viermal in Japan, jedes Mal für Unterricht und Ausstellungen in Kyōto, einmal drei Wochen am Stück, wofür ich unbezahlten Urlaub nahm. Seit der Aufnahme als Special Member kommen jährlich Seminare mit japanischen Gastprofessoren in Europa dazu.

Ich führe das elfte von achtzehn Ikenobō-Diplomen, Kakō, und bin Mitglied im Ikenobo Swiss Central Chapter. Die Diplome stellt das Hauptquartier in Kyōto aus.

Ausstellungen

  • Juni 2026, Interlaken: Ausstellung und Workshop am zweiten Schweizer Kongress von Ikebana International
  • Juni 2026, Gebenstorf: Seminar und Ausstellung des Ikenobo Swiss Central Chapters mit zwei Arrangements
  • Oktober 2025, Wien: Seminar und Herbstausstellung mit einem Arrangement
  • Oktober 2024, Luzern: Herbstausstellung des Ikenobo Swiss Central Chapters mit drei Arrangements in Jiyūka, Shōka und Rikka sowie einer Demonstration

Hauptberuflich

Ich bin Dozent an der Universität Basel. Meine Arbeit dort besteht darin, Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln. Was ich über das Lehren gelernt habe, kommt auch im Ikebana-Unterricht zum Tragen.

Shunkō

春光 ist mein Künstlername und bedeutet Frühlingslicht. Das Siegel steht im Fuss jeder Seite.

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